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Nominee 2026

Junior Corporate Design Preis

100 Jahre Surrealismus und das, was vergessen wurde

2024 feiert der Surrealismus sein 100-jähriges Jubiläum. Trotzdem werden mit der Bewegung bis heute meist zuerst männliche Künstler verbunden. Das Erscheinungsbild für die Ausstellung „100 Jahre Surrealismus und das, was vergessen wurde“ macht die oft übersehenen Künstlerinnen sichtbar. Frauen waren keine Randfiguren, sondern ein aktiver Teil der surrealistischen Bewegung. Trotz des feministischen Fokus  der Arbeit werden Künstlerinnen und Künstler gleichwertig gezeigt.

Da die Ausstellung als Wanderausstellung konzipiert ist, funktioniert das Erscheinungsbild mehrsprachig und flexibel. Je nach Standort verändert sich der Schwerpunkt, sichtbar auch im Logosystem, bei dem jeweils ein anderer Teil der „100“ hervorgehoben wird.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Printpublikation. Sie verbindet einen historischen Text von Maurice Nadeau in dem ausschließlich männliche Künstler des Surrealismus behandelt werden mit Whitney Chadwicks aktuellen Forschungen zu surrealistischen Künstlerinnen. Die weiblichen Positionen werden ergänzt und machen sichtbar, wo sie in der bisherigen Kunstgeschichte fehlten.

Zentrales Gestaltungselement ist die Schrift „Oneira“, die aus Handschriften surrealistischer Künstlerinnen entwickelt wurde und ihnen innerhalb der Publikation durch Randnotizen eine eigene Stimme gibt. Das dreigeteilte Buch und das Cover mit roter Folie greifen surrealistische Techniken wie Cadavre Exquis und Collage gestalterisch auf. Flyer und Website bauen auf dieser visuellen Sprache auf.



Gestalter:
Luca Maria Julien
für
Hochschule Trier